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Angebote nachfassen: so gewinnst du Aufträge, die fast schon weg waren

Die meisten Angebote sterben nicht am Preis, sondern am Schweigen. Wer freundlich nachfasst, holt Aufträge, die sonst beim Wettbewerber oder in der Schublade landen — mit System, ohne aufdringlich zu sein.

von Patrick Jerominek · Stand: 7. Juli 2026

Nachfassen heißt, sich nach dem Versand eines Angebots aktiv beim Kunden zu melden — und es ist der günstigste Hebel der Akquise: Aufmaß, Kalkulation und Schreibarbeit stecken schon im Angebot, die Nachfrage kostet zwei Minuten. Trotzdem passiert bei den meisten Betrieben nach dem Versand: nichts. Dabei entscheidet erstaunlich oft der den Zuschlag, der sich meldet.

01Warum gewinnt Nachfassen Aufträge?

Weil die meisten Angebote nicht an einem Nein scheitern, sondern an Stille: Kunden holen mehrere Angebote ein, dann kommt der Alltag dazwischen — Rückfragen bleiben liegen, das Projekt rutscht nach hinten, niemand sagt ab. Genau diese unentschiedenen Anfragen entscheidet das Nachfassen: Du bringst dein Angebot zurück auf den Tisch, räumst offene Fragen aus und zeigst nebenbei, wie erreichbar dein Betrieb auch später sein wird.

02Wann und wie oft sollte man ein Angebot nachfassen?

Zweimal, dann Schluss: Fass nach drei bis fünf Werktagen zum ersten Mal nach — früh genug, dass das Projekt noch warm ist, spät genug, dass sich niemand gedrängt fühlt. Ein zweites Mal lohnt sich kurz vor Ablauf der Angebotsgültigkeit, mit genau diesem Anlass. Danach: sauber abschließen und die Zeit in die nächste Anfrage stecken — mehr als zwei Erinnerungen wirken verzweifelt.

03Wie formuliert man eine Nachfass-Nachricht richtig?

Als Hilfe, nicht als Druck: Die beste Nachfass-Nachricht klingt nach Service — gibt es offene Fragen? Passt der Umfang, soll etwas geändert werden? Beim größeren Projekt ist ein kurzer Anruf stärker als jede Mail; die E-Mail danach fasst das Gespräch zusammen. Und kurz bleiben: Drei Sätze schlagen drei Absätze.

04Welche Vorlagen helfen beim Nachfassen?

Zwei feste Textbausteine reichen: einer fürs erste Nachfassen, einer für die Gültigkeits-Erinnerung — nur Name und Anlass werden angepasst. Denn damit Nachfassen wirklich passiert, darf es keine Schreibarbeit sein. Fertige Texte zum Kopieren findest du in unseren kostenlosen Nachfass-E-Mail-Vorlagen im Vorlagen-Bereich — inklusive Zahlungserinnerungen für die Zeit nach der Rechnung.

05Wie verankert man Nachfassen im Betriebsalltag?

Mit einem festen Wochen-Slot: Nachfassen scheitert selten am Willen, meist am System. Geh einmal pro Woche die offenen Angebote durch und notiere, wer wann erinnert wurde. In DasHandwerk.xhub siehst du deine Angebote mit Status auf einen Blick — offen, angenommen, abgelehnt — und erkennst sofort, wo sich Nachfassen noch lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

Zweimal freundlich nachfassen — nach ein paar Tagen und vor Ablauf der Gültigkeit —, Hilfe anbieten statt Druck machen und feste Vorlagen nutzen, damit es wirklich passiert. Ein wöchentlicher Blick auf die offenen Angebote reicht, um die Aufträge zu holen, die sonst einfach still verschwinden.

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